Graviola: Die ganz besondere Frucht aus Südamerika!

bild von graviola, einer begeehrten frucht bzw. nahrungsergänzungsmittel

Graviola (auch Stachelannone oder Sauersack genannt) ist eine Tropenfrucht aus Südamerika, die es in sich hat. Die Frucht wird von den indigenen Völkern Südamerikas schon seit vielen Jahrhunderten als Heilmittel eingesetzt. Auch die Pharmaindustrie hat starkes Interesse an der Graviola-Frucht gezeigt, da in ihr Wirkstoffe vermutet wurden, die in der Gesundheitsforschung von Bedeutung sein könnten.

 

Graviola ist botanisch gesehen eine Beere, die ein Gewicht von bis zu 4 kg erreicht. Die Frucht wächst an Bäumen und kommt hauptsächlich in Südamerika und der Karibik vor. Nach dem Öffnen der Frucht wird sofort das weiße Fruchtfleisch sichtbar, dass die herrliche Frische bereits erahnen lässt. Nach dem Entfernen der Samen kann das Fruchtfleisch frisch genossen oder ein Fruchtsaft daraus gepresst werden. Die Graviola-Frucht erfreut sich aufgrund ihres angenehmen und süßsauren Geschmacks auch bei Kindern größter Beliebtheit. Der Saft dient außerdem als Grundlage für Erfrischungsgetränke und Cocktails.

 

In Europa ist die frische Frucht zumeist nicht erhältlich, da sie sehr druckanfällig ist und den Transport nicht unbeschadet überstehen würde. Im Handel werden darum überwiegend verarbeitete Produkte verkauft. Darüber hinaus sind in Deutschland auch die Blätter des Graviola-Baumes zu finden, die eine wichtige Rolle als Nahrungsergänzungsmittel spielen. Die Blätter können als Tee oder gar in Form von BIO-Graviola-Tee erworben werden und haben – ebenso wie die Frucht selbst – viele positive Wirkungen auf das menschliche Wohlbefinden.

 

Inhaltsstoffe und Wirkungen von Graviola

Wer gesundheitlich von Graviola profitieren möchte, dem stehen gleich zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Er kann die Extrakte der Frucht nutzen oder auf Blätter des Baumes zurückgreifen. Beide Produkte sind in Deutschland in getrockneter Form erhältlich und werden in Form von Tees oder Kapseln angeboten.

 

Die Frucht:

bild mit samen der pflanzeGraviola enthält auch in getrocknetem Zustand jede Menge wertvoller Inhaltsstoffe wie Proteine, Vitamine und Antioxidantien. Die Frucht wird dabei traditionell von den Ureinwohnern Südamerikas bei den verschiedensten Krankheiten eingesetzt. Die Fruchtextrakte der Graviola-Beere werden am besten in Kuren angewendet. Auf eine längere Einnahme des Fruchtextraktes sollten kleinere Pausen folgen.

 

Die Blätter:

Auch die Blätter der Pflanze haben es in sich. Sie werden von den Naturvölkern Südamerikas bei den verschiedensten Beschwerden eingesetzt. Die Blätter des Graviola-Baumes sind in Deutschland als Tee erhältlich und lassen sich leicht zubereiten.

 

Die Samen:

Die Samen sind in Europa nur äußerst selten erhältlich und spielen darum nur eine untergeordnete Rolle in der alternativen Medizin. Die darin enthaltenen Alkaloide sollen allerdings einen positiven Effekt auf einige Hautkrankheiten haben und sollen auch bei Parasitenbefall von positivem Nutzen sein. Vom Verschlucken der Samen wird allerdings dringlich abgeraten; diese enthalten Giftstoffe.

 

Egal, ob Sie sich für Graviola-Fruchtextrakte oder Graviola-Tee-Produkte entscheiden: Achten Sie beim Kauf stets auf hohe Qualität und biologischen Anbau. Hochwertige Produkte erkennen Sie an ihrem BIO-Siegel.

 

Graviola: Ernte und Herstellung im Amazonas

Graviola wird zwischen Januar und April geerntet. Da die reife Frucht  bei der Ernte schon ziemlich weich ist, muss sie sorgfältig behandelt werden. Sollte die Frucht herunterfallen, nimmt sie aufgrund ihres großen Gewichtes schnell Schaden. Dann wäre sie für eine weitere Verarbeitung nicht mehr geeignet.

 

bild von nahrungsergänzungsmittel graviolaDas hohe Gewicht und die weiche Schale ist auch der Grund dafür, weshalb die Graviola-Frucht nur unter großem Aufwand nach Europa exportiert werden kann. Wurde die Frucht aber unbeschadet geerntet, so gestaltet sich die weitere Verarbeitung einfach. Das Fruchtfleisch wird aus der Schale herausgeschält und mittels eines Siebes von den Kernen getrennt. Da die Schale der Graviola-Beere sehr dünn ist und fast die gesamte Frucht aus Fruchtfleisch besteht, ist die Saftausbeute ganz besonders groß.

 

Zubereitungsarten in Südamerika

In Südamerika ist Graviola äußerst beliebt und wird von Jung und Alt verspeist oder als Saft getrunken. Der süße und zugleich saure Geschmack erzeugt eine angenehme Frische im Mund und beseitigt Durstgefühle im Nu. Darüber hinaus dient Graviola als Grundlage für diverse Erfrischungsgetränke und auch für alkoholische Liköre und Mischgetränke. Aus dem Fruchtpüree lässt sich auch in Windeseile ein leckeres Sorbet herstellen. So können Fruchtliebhaber etwas Süßes genießen und gleichzeitig einen Beitrag für ihre Gesundheit leisten.

 

Graviola kann aber nicht nur süß genossen werden, sondern auch in deftigen Gerichten. In Südamerika wird auch die unreife Frucht geerntet, die – zerkleinert und gebraten – ähnlich wie gerösteter Mais schmeckt. In Deutschland hingegen findet man neben Frucht- und Graviola-Blatt-Extrakten nur selten die frische Frucht. In manchen Reformhäusern ist sie aber als Tiefkühlfruchtmischung oder in Form von Fruchtsäften und Smoothies erhältlich.

 

Fazit:

Graviola ist eine ganz besondere Frucht, die voller hochwertiger Inhaltsstoffe steckt. Neben vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften sind die Früchte in frischem Zustand oder als Saft auch noch äußerst schmackhaft.

 

Neben Fruchtextrakten können in Deutschland hauptsächlich die Blätter des Graviola-Baumes erworben werden. Als Tee können diese ihre positive Wirkung auf den Körper sehr gut entfalten. Die Fruchtextrakte haben zumeist aber noch eine stärkere Wirkung und können in Kapselform zudem sehr leicht eingenommen werden. Wer aber auf Qualität und die Gesundheit Wert legt, der sollte am besten zu BIO-Produkten greifen.